DDP entdecken

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Warum sich bei DDP die Art und Weise des Caching und Load Balancing von allen anderen unterscheidet

Arnheim, März 2018 Die Lösungen von Dynamic Drive Pool, dem Ethernet-SAN-System des niederländischen Herstellers Ardis Technologies, unterscheiden sich von allen anderen. Wir möchten Sie deshalb zu einem Gespräch mit Jan de Wit, dem CEO von Ardis Technologies BV, einladen und Ihnen mehr über die DDP-Technologie und ihre Vorteile erzählen.

Jan, wir haben ja schon öfter darüber gesprochen, was genau denn bei den DDP-Systemen einzigartig ist. DDP ist ein Ethernet-SAN-System, das iSCSI benutzt. Das sind ja alles Standardkomponenten. Kann man daher sagen, dass der von Ardis Technologies entwickelte Metadaten-Controller, das Ardis Virtual File System AVFS, die eigentliche Basis für die ganzen einzigartigen DDP-Funktionen ist?

Jan: Ja, das Ardis Virtual File System AVFS ist in der Tat die Technologie hinter dem DDP. Es verwaltet den Zugriff auf das Ethernet-SAN und ermöglicht, dass ein oder auch mehrere DDPs – falls eine Clusterkonfiguration vorliegt – sich in einem einzigen Namespace befinden. Es gibt folglich auch nur ein Dateisystem, das „ddp-Volume“, das alle Dateien, Ordner und Folder Volumes enthält.

Die DDP Folder Volumes gehören sicherlich mit zu den wichtigsten Features, die das DDP einzigartig machen. Was macht sie denn so besonders?

Jan: Aufgrund der Technologie von DDP sind die Metadaten (das virtuelle Dateisystem) unabhängig von den Daten. Die Daten selbst werden an sogenannten Data Locations gespeichert. Die Metadaten hingegen werden als ein virtuelles Laufwerk („ddp-Volume“) angezeigt. Dieses „ddp-Volume“ kann nun Ordner mit Laufwerkseigenschaften enthalten – die sog. Folder Volumes. Für jedes dieser Folder Volumes können ganz präzise die Zugriffsrechte gesteuert werden. Man kann auch Kontingente zuweisen, um die Kapazität zu verwalten. Die Folder Volumes ermöglichen außerdem eine einzigartige Verwendung von SSD-Caching und die Möglichkeit, ganz gezielt entscheiden zu können, wo sich die Daten befinden sollen, indem man die gewünschten Data Locations auswählt.

Du hast gerade eines der aktuellen Schlagworte erwähnt: SSD-Caching. Ich erinnere mich, dass Du mir mal gesagt hast, dass das, was DDP mit Caching meint, nicht gleichzusetzen ist mit den Caching-Methoden anderer Hersteller.

Jan: Das stimmt. Die Meisten verwechseln Metadaten-SSD-Caching mit Daten-SSD-Caching. Sehr oft wird SSD-Caching als Synonym für das Caching von Metadaten benutzt. Bei uns geht es aber hauptsächlich um das SSD-Caching von Daten. Es ist ein weiterer großer Vorteil der DDP-Technologie, dass obwohl iSCSI selbst eine blockbasierte Technologie ist, die DDP-Systeme aber dank des AVFS-Dateisystems dateibasiert arbeiten. Das ermöglicht dateibasiertes Caching und erweiterte Caching-Modi. Man hat die volle Kontrolle über den SSD-Cache. Jedes Folder Volume kann nach Wunsch konfiguriert und die Leistung genau dort erhöhen werden, wo sie benötigt wird.

Okay, das klingt für mich jetzt ein bisschen abstrakt. Kannst Du mir ein praktisches Beispiel geben?

Jan: Gehen wir mal von einem DDP-System mit 3 Data Locations aus: „Cache“, „HD1“ und „HD2“. Die Data Location namens “Cache” besteht aus SSDs, “HD1” und “HD2” aus normalen Festplatten. Du legst jetzt für Dein neues Projekt ein Folder Volume an, in dem die Projektdaten gespeichert werden sollen. Da es ein virtuelles Laufwerk ist, können sowohl Caching-Methode als auch der Datenspeicherort (Data Locations) speziell für dieses Folder Volume eingestellt werden. Jetzt wähle als Cache-Methode „On-Demand“ und als Data Location „Balanced“. Was bewirkt diese Einstellung? Alle Daten, die in das Folder Volume kopiert oder eingespielt werden, werden ausgewogen auf HD1 und HD2 verteilt. Dieses Load Balancing erhöht bereits die Performance. Darüber hinaus werden aber auch alle verwendeten Daten in den SSD-Cache kopiert, was die Leistung noch zusätzlich erhöht. Bei Projekten mit sehr hohen Leistungsanforderungen kann man die SSDs auch direkt als primären Speicherort verwenden, so dass alle Daten gleich direkt auf dem SSD-Cache gespeichert werden.

Das Beispiel “DDP-System mit 3 Data Locations” klingt wie ein einzelnes DDP-System. Inwieweit unterscheidet sich das Prozedere, wenn es sich um eine DDP Clusterkonfiguration handelt?

Jan: Es gibt keinen Unterschied, da sich ja alles innerhalb eines Namespace befindet. Da es immer nur ein „ddp-Volume“ gibt, kann das virtuelle Dateisystem ein DDP oder mehrere DDPs enthalten.

Die drei oben erwähnten Data Locations können sich deshalb alle innerhalb eines einzigen DDP-Systems befinden, aber sie können auch auf verschiedene DDP-Systeme bzw. Clusterknoten verteilt sein. Die DDPs im Cluster können übrigens verschiedene Modelltypen oder Herstellungsdaten haben und müssen sich auch nicht im selben Raum oder derselben Stadt befinden. Deshalb ist DDP auch eine echte Scale-Out-Lösung: Lineare Skalierung der Bandbreite und Kapazität, Desktops haben parallelen Zugriff auf die DDPs in einem Cluster und man kann problemlos weitere DDPs hinzufügen, ohne dass Änderungen an der Directory notwendig sind.

Für mich klingt das so, als wäre man speziell mit einer DDP Clusterkonfiguration sehr gut für die Zukunft gewappnet?

Jan: Nun, wenn man bedenkt, dass man jederzeit neue DDPs hinzufügen oder alte DDPs entfernen kann, ohne dabei den Workflow unterbrechen zu müssen, wenn man bedenkt, dass sich Kapazität und Leistung problemlos erhöhen lassen und wenn man bedenkt, dass es trotzdem immer nur ein einziges DDP-Volume ist, das verwaltet werden muss: Ja, man kann durchaus sagen, dass ein DDP-Cluster beliebig lange in Betrieb und trotzdem immer auf dem neuesten Stand bleiben kann.

BFV Magazine, NAB, März 2018
Vielen Dank Carola Hölting & Jan de Wit.


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